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Geschichte der zivilen Luftfahrt

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Mit der Douglas Skyrocket zweimal schneller als der Schall
 
Edwards Air Force Base, 15. August 1951 - Unter einer viermotorigen Boeing B 29 Super Fortress, die im Zweiten Weltkrieg auf dem pazifischen Kriegsschauplatz eingesetzt war und die auch die ersten Atombomben über Japan abgeworfen hatte, hing ein Düsenflugzeug mit schmalem eleganten Rumpf. In der von Douglas für die amerikanische Marine gebauten Skyrocket bereitete sich der Testpilot William (Bill) Bridgeman auf einen neuen Flug vor.

Nach dem Routinestart unterhielt er sich über Sprechfunk mit dem Bomberpiloten über den richtigen Zeitpunkt des Ausklinkens. In einer Höhe von 10.500 Metern war es soweit: Bridgeman löste sich von dem Trägerflugzeug und zog die Nase der Skyrocket nach unten, um eine Kollision zu vermeiden. Dann zündete er die eingebauten Zusatzraketen und fühlte sich von unsichtbaren Händen an die Rückenlehne gepresst. Die Zeiger des Höhenmessers rasten im Kreise und wurden erst langsamer, als 23.000 Meter erreicht waren. Der Fahrtmesser zeigte Mach 1,3 an, die Schallmauer war längst durchbrochen. Nach Beendigung des Steigflugs kletterte der Zeiger langsamer, zeigte Mach 1,5, 1,7, 1,9 und - endlich und heiss erwartet - Mach 2 und Mach 2,1. Die Douglas Skyrocket lag ruhig wie ein Brett in der Luft. Mit einer Geschwindigkeit von 2.265 km/h über Grund jagte sie Bridgeman dahin. Er hatte als erster Mensch die zweifache Schallgeschwindigkeit erreicht.

Weitere fünf Jahre dauerte es, bis sein Kollege Frank Everest mit einer Bell X 2 die dreifache Schallgeschwindigkeit schaffte, die erst knapp 15 Jahre später, am 1. Mai 1965, von dem lange geheim gehaltenen Fernaufklärer Lockheed SR 71 überboten werden konnte.

Literatur: Arthur Gordon: Die Fliegerei, C. Bertelsmann Verlag Gütersloh, 1964

 
Bildhinweis: Die Douglas Skyrocket
 
rm
 
 


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