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Geschichte der Raumfahrt

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Heos und Azur
 
München, 5. Dezember 1968 - Fünf Jahre nach Sputnik wurden auch in der Bundesrepublik Pläne gewälzt, um durch die Entsendung eines Satelliten in eine Umlaufbahn zu einer Raumfahrtmacht aufzusteigen. In rund 20 wissenschaftlichen Instituten und in einem halben Dutzend Entwicklungsabteilungen der Luftfahrtindustrie entstanden Blaupausen für einen Satelliten. Aus den Steuertöpfen der Bundesregierung floss Geld für zwei Projekte: den in nationaler Regie bei Bölkow in Ottobrunn bei München entwickelten Forschungssatelliten 625 A 1 und den von der Europäischen Organisation für Weltraumforschung ESRO im Jahr 1966 ausgeschriebenen und von den Junkers-Werken in München gewonnenen Heos 1. Sein Name mit der Abkürzung für Highly Excentric Orbit Satellite, ergab sich aus seiner Aufgabe, aus einer stark exzentrischen Umlaufbahn heraus Messungen vorzunehmen. Der technische Wettlauf zweier Konstruktionsmannschaften fand in und um München statt.

Das Erstgeburtsrecht beanspruchte der aus dem Baltikum stammende Bölkow-Entwicklungschef Wladimir von Maydell. Mit einem Gewicht von 75 Kilogramm sollte der inzwischen auf den Namen Azur getaufte Satellit die Dichte der Elektronen in dem nach dem amerikanischen Astrophysiker James Van Allen benannten Strahlungsgürtel um die Erde messen. Für die Stromversorgung erhielt der Satellit 5300 Solarzellen, die eine Leistung von 40 Watt erbrachten. Mit dem Bau der beiden je 27 Millionen Mark kostenden und 105 Kilogramm wiegenden Heos-Flugeinheiten wurde im Jahr 1967 begonnen. Schon am 5. Dezember 1968 wurde die erste in Cape Canaveral erfolgreich gestartet. Der Azur-Satellit wurde zwölf Monate später ebenfalls mit einer amerikanischen Rakete in seine Umlaufbahn geschossen.

 
Bildhinweis: Forschungssatellit 625 A 1 (Azur)
 
rm
 
Weiterführende Informationen:
Dornier ab 1945
 
 


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