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Geschichte der Raumfahrt

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Die erste Mondlandung
 
Houston, 20./21. Juli 1969 – Mehr als 500 Millionen Menschen waren Augenzeugen. In der denkwürdigen Nacht vom 20. auf den 21. Juli 1969 verfolgten sie an ihren Fernsehgeräten die erste Landung eines Menschen auf dem Mond. Die Berichterstatter im Pressezentrum des NASA-Raumflugzentrums von Clear Lake City bei Houston in Texas, die dem Geschehen des Mondlandeunternehmens Apollo 11 auf dem Erdtrabanten nur unwesentlich näher waren als die Fernsehzuschauer, fehlten die passenden Worte. Als die Fernsehkamera an Bord der Mondlandefähre Eagle die seltsam unwirklichen Bilder über eine Entfernung von 300 000 Kilometern zur Erde übertrugen, schien für sie nichts mehr meldenswert zu sein. Jetzt, nachdem der 39jährige Astronaut Neil Armstrong zaghaft und vorsichtig den rechten Fuß auf dem staubigen farblosen Mondboden im „Meer der Ruhe“ gesetzt hatte, schien das Ereignis, das man sich anhand der minutiösen Flugpläne der NASA hundertmal in der Phantasie ausgemalt hatte, seltsam alltäglich zu sein. Im Pressesaal herrschte Totenstille, als Armstrong den vorbereiteten Satz „Nur ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein Riesensprung für die Menschheit“ in sein Mikrofon sprach.

Zögernd begannen einige der 3500 aus aller Welt angereisten Journalisten, Beifall zu spenden, der jedoch eher gedämpft klang. Kurz darauf setzte im Vestibül des NASA-Auditoriums wieder die gewohnte Hektik ein, begann das Stakkato der Schreibmaschinen, die damals noch nicht von den Laptop des Computer-Zeitalters abgelöst worden waren. Außerhalb der eiskalt abgekühlten Halle war es zehn Uhr abends und immer noch schwülheiß wie in einer Sauna. Auch dort, wo sich NASA-Angehörige und zugelassene Besucher drängten, kam keine überschäumende Begeisterung auf. Ein Chor sang vor einem originalgroßen Modell der Mondfähre Gospellieder. Auf Plakaten gaben sie kund, Amerika habe mit der Mondlandung die politischen Prioritäten falsch gesetzt. Denn mit den 20 Milliarden Dollar, die das von Präsident John F. Kennedy auf den Weg gebrachte Apollo-Unternehmen gekostet habe, wäre der Hunger von 31 Millionen Menschen Zeit ihres Lebens gestillt gewesen.

20 Minuten nach Armstrong setzte auch Edwin Aldrin seinen Stiefel in den Mondstaub, dessen Abdrücke für immer unverändert zurückblieben, da es keine Luft und folglich kein Wind und keinen Regen auf dem Mond gibt. Beide Astronauten, deren dritter Begleiter Michael Collins in der Mondumlaufbahn verblieb, starteten rund 21 Stunden wieder zum Kopplungsmanöver mit Apollo 11. Im Gepäck hatten sie 27 kg Mondgestein.

Literatur: Jesco von Puttkamer: Apollo 11, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung München, 1999

 
Bildhinweis: Die Landung auf dem Mond
 
rm
 
 


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