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Geschichte der Raumfahrt

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Oberths Weg zu den Planetenräumen
 
München, 15. Juni 1923 – Im Jahr 1922 besuchte den Münchner Verleger Rudolf Oldenbourg ein 28jähriger Mann mit pechschwarzen Haaren und einem abenteuerlich wirkenden Schnurrbart. Er legte ein Manuskript vor, das den Titel „Die Rakete zu den Planetenräumen“ trug. Oldenbourg glaubte zunächst, den Verfasser eines utopischen Romans vor sich zu haben, der mit viel Phantasie und wenig Sachkunde eine Reise durch den Weltraum beschrieben hatte. Der Verleger technischer und wissenschaftlicher Literatur wollte schon abwinken, als ihn das Studium des Inhaltsverzeichnisses eines besseren belehrte. Er las mit wachsendem Interesse die Einleitung des schmalen Manuskripts: „ Beim heutigen Stand der Wissenschaft und Technik ist der Bau von Maschinen möglich, die höher steigen können als die Erdatmosphäre reicht. Bei weiterer Vervollkommnung vermögen die Maschinen derartige Geschwindigkeiten zu erreichen, dass sie nicht auf die Erdoberfläche zurückfallen müssen und sogar imstande sind, den Anziehungsbereich der Erde zu verlassen. Derartige Maschinen können so gebaut werden, dass Menschen ohne gesundheitliche Nachteile mit emporfahren können. Unter gewissen wirtschaftlichen Bedingungen kann sich der Bau solcher Maschinen lohnen.“

Hermann Oberths Schrift erschien am 15. Juni 1923 und gilt als der Anfang einer wissenschaftlichen Theorie der Weltraumfahrt in Deutschland. 1929 erweitere Oberth, der als Mathematiklehrer in Mediasch in Siebenbürgen lehrte, die Schrift „Wege zur Raumschifffahrt“. Auf dem Gelände der Chemisch-Technischen Versuchsanstalt in Berlin-Plötzensee stellte er 1930 eine Kegeldüse vor, durch die Benzin und flüssiger Sauerstoff explosionsfrei verbrannten. Sie entwickelte einen Schub von 7,5 Kilopond. Für die Großrakete Aggregat 4 (A 4) baute er die Förderpumpe.

Literatur: Hans Barth: Hermann Oberth, Uni-Verlag Feucht, 1985

 
Bildhinweis: Hermann Oberth
 
rm
 
Weiterführende Informationen:
Das Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum
 
 


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