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Industriegeschichte

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Dornier-Werke
 
1910 trat Claude Dornier als junger Ingenieur beim Luftschiffbau Zeppelin ein. Er entwickelte dort zunächst eine drehbare Luftschiffhalle. 1914 ließ Zeppelin eine Flugzeugbau-Abteilung einrichten, deren Leitung Dornier übernahm. Bis zum Ende des 1. Weltkrieges entstanden dort eine Reihe von großen Flugbooten. Später kamen bei einer Zweigfirma auch Landflugzeuge in Dornier-typischer tragender Leichtmetallbauweise hinzu.

Das Kriegsende und die anschließenden Bauverbote zwangen Dornier zu Auslandsaktivitäten, zunächst in der Schweiz und ab 1921 in Italien. Dort wurden dann die ersten der legendären Wal-Flugboote entwickelt und gebaut. Deren fast 15-jähriger Siegeszug ermöglichte Dornier erst wirklich den Aufbau seines Unternehmens. Zwei Jahre später erwarb Dornier einige leerstehende Werftanlagen in Manzell (Friedrichshafen) am Bodensee. Dort entstand dann der künftige Firmenhauptsitz der Dornier-Werke. Bald folgten auch weitere Lizenzfirmen im Ausland. 1929 erhob sich die weltberühmte Do X zum ersten Mal in die Luft. Sie wurde zum Vorreiter des transatlantischen Luftverkehrs mit dem Flugzeug.

Nach 1933 geschah mit Entwicklung und Bau des Kampfflugzeuges Do 17 ein neuer Einstieg. Die Dornier-Werke wurden zu einem wichtigen Rüstungsbetrieb, besonders dank ihrer fortschrittlichen Fertigungsmethoden. Zwar entwickelte man weiterhin noch Flugboote, etwa die elegante Do 26, doch den Löwenanteil der Produktion stellten bis Ende des 2. Weltkrieges zweimotorige Kampfflugzeuge. Daneben entwarf das Unternehmen den damals schnellsten Kolbenmotorjäger der Welt, die Do 335. Die Zweigwerke in Lübeck und Wismar wurden nach Kriegsende aufgelöst und teilweise demontiert. Die Standorte in Oberpfaffenhofen und Neuaubing (München) dagegen konnten erhalten und später reaktiviert werden. Dort entstanden erfolgreiche Kurzstartflugzeuge wie die Do 27 und Do 28, später die Regionalflugzeuge Do 228 und Do 328.

 
wm
 
Weiterführende Informationen:
Claude Dornier setzt auf das Flugboot
 
 


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