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Interflug löst in der DDR Lufthansa ab
 
Ostberlin, 18. September 1958 - Nachdem im Einvernehmen mit der sowjetischen Besatzungsmacht mit einer Iljuschin Il 14 schon sei dem 4. Februar 1956 internationale Strecken beflogen worden waren, wurde am 18. September in Ostberlin die Interflug-Gesellschaft für internationalen Flugverkehr mbH (IF) gegründet. Die Bedarfs-Luftverkehrsgesellschaft übernahm dann am 1. September 1963 alle Rechte und Pflichten der ehemaligen Deutschen Lufthansa der DDR. Sie gliederte sich in den Abteilungen Verkehrsflug, Agrarflug, Flughäfen, Flugsicherung und Bildflug.

Nach ihrer Gründung verfolgte die Interflug ebenso wie die Lufthansa in der Bundesrepublik nicht über volle Souveränitätsrechte. Zunächst stand lediglich in Leipzig-Mockau ein Verkehrsflughafen nur für Messeflüge zur Verfügung. Das Wiederaufleben der Leipziger Messe mit internationaler Beteiligung hatte ein lebhaftes Interesse an der Wiederaufnahme des Luftverkehrs geweckt. Entsprechend landete am 29. August 1949 zur Messe erstmals wieder nach dem Zweiten Weltkrieg eine DC 3 der tschechoslowakischen CSA. Im gleichen Jahr nahm die polnische LOT den Linienverkehr Warschau - Paris über Schönefeld auf, die Tschechen flogen von Prag nach Stockholm mit einer Zwischenlandung in Ostberlin. Inlandsflüge verboten sich zunächst angesichts der geringen territorialen Ausdehnung der DDR. Von westlichen Gesellschaften drängten SAS, KLM und Swissair nach Leipzig. Ostberlin konnte erst nach einem zwischen dem DDR-Innenminister Willi Stoph und dem sowjetischen Botschafter Puschkin zäh ausgehandelten Abkommen mitbenutzt werden. Später kamen die Flughäfen Dresden-Klotzsche, Leipzig-Schkeuditz und Erfurt für den internationalen Verkehr hinzu. Der Flugplatz Heringsdorf durfte nur im Inlandsverkehr angeflogen werden. Mit den sowjetischen Flugzeugtypen Il 14, Il 18, An 2 und An 24 wurde der Flugbetrieb aufgenommen. Das Jet-Zeitalter begann für die Interflug 1969 mit der Tu 134, Tu 154 und Il 62. Nach der Wiedervereinigung gelang es nicht, die Interflug am Leben zu erhalten, und sie musste deshalb Anfang 1991 liquidiert werden.

Literatur: Jürgen Michels/Jochen Werner: Luftfahrt Ost 1945-1990, Bernhard & Graefe Verlag Bonn
 
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